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Sandmännchen für Erwachsene

  • 4. Aug. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Sandmännchen für Erwachsene


Grau ist der Himmel und regenschwer,

Gräser und Büsche verdorrt,

Die Blätter der Bäume erschlafft,

Dürstend erwarten wir das erlösende

Wunder, den Schauer des Grauens, das sorglose Leben,

Völlig verwirrt, irren wir durch malerische Gassen,

Meterhoch gestapelten Unrat voller Mäuse und Ratten.


Fassaden leuchten im Dunkel der Nacht,

Mond und Sterne, erloschen im künstlichen Licht,

Bedeutungslos das eng umschlungene Paar sich paart

Für uns. Reifen quietschen, ein Knall

Erschreckt uns vielleicht, schreckt uns auf, reißt uns

Aus der lautlosen Lethargie, die uns umhüllt

Wie die meterdicke Staubschicht am Himmelszelt.


Und wieder ein Abend sinnlos verbraten,

Schlafen wir endlich ein,

Ohne Augen sehen wir nicht,

Ob wir wach sind oder auch nicht,

Brauchen wir sie oder auch nicht.

Wollen wir wissen, wohin wir gehen?

Das Sandmännchen zeigt uns den Weg!


Auch IBK einhunderteinundneunzig

Zieht manchen Betrachter hypnotisch in Bann.

Verführung allgegenwärtig lauert überall.

Wer lässt sich nicht gern verführen?


Der Zauber der Puppe, nur eine Frage der Zeit,

Erstickt aufkommende Angst im Keim.

Der Sandmann zeigt mir den Weg

dem Abgrund so nah!


Auf dass die Sinne erwachen!

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