top of page

Meer sein im Dasein

  • 16. Mai
  • 1 Min. Lesezeit


Meer sein im Dasein


Wer will nicht mehr sein für den andern,

Als Auge, Ohr, ein Fetzen Haut, ein Wort.

Wer will nicht Meer sein für den andern

Tief, unergründlich, immerdar für immer da!

Doch unsichtbar für die und den und jenen.


Wer will nicht dasein im Leben, im Leben des andern,

Dasein im Hier und Jetzt und Gestern und Morgen.

Wer will nicht frei sein, befreit aus den Klauen des andern,

Dem Käfig, dem Grauen, dem heillosen Alltag,

im grauen Dunst der Gewohnheit,

Wer will im Chaos des Daseins allein sein,

Wer nicht aufbrechen das Siegel des Schweigens.


Was sind wir mehr als Augen, Ohren,

ein Fetzen Haut, ein Wort im Raum?

Ein Bild, ein Film, eine Tonsequenz?

Tief, unergründlich und

immerdar unsichtbar in der Welten Lauf,

der so viele sind, doch uns keine Welt.

Jede Welt ein Konstrukt,

Um weiter zu sein.


So bist Du im Dasein verwoben,

Solange Du schaust, hörst, isst,

… atmest oder sprichst,

hineingeworfen ins Leben,

solange du bist,

kurz sichtbar

für dich und die andern,

im schauenden Blick.


Wir konstruieren die Welt um uns herum,

das Dasein zu sichern.

Unergründlich, unwiederbringlich,

für immer da.


Teilen Sie Ihre Gedanken mit uns

© 2024 The Essay Collective. Alle Rechte vorbehalten.

bottom of page