Im Hier und Jetzt
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Im Hier und Jetzt
Ist jemand zu Hause im Hier und Jetzt?
Stille glättet die Wogen, schluckt Worte, Töne und Lärm,
Erstickt das lodernde Feuer der Zukunft,
Die glimmende Glut der Verheißung vergangener Zeiten.
Ist jemand zu Hause im Hier und Jetzt?
Schon pocht die Sehnsucht an die verschlossene Pforte
Ein Möglichkeitsraum tut sich auf in gleißendem Licht
Im Zwischenraum stößt Vergangenes auf
Aus unergründlicher Tiefe sauer wie tödliches Gift;
Wieder und wiedergekäut, wirkt‘s lähmend wie Gicht.
Im Abstellraum ruht dann die Zukunft,
Noch ehe gedacht, schon dahin.
Das Hier und Jetzt ist ein ganz kleiner Fleck
Illusion, unerreichbar,
Ohne zu Hause und immer schon weg.
So klein wie der Fleck im Hier und Jetzt,
So schnell rast die Zeit,
Zu schnell für uns. Und doch
Ist uns das Ferne so nah,
Ist uns der Raum so unendlich groß,
Der Nächste so nah,
Dessen Herz so groß.


