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Im Hier und Jetzt

  • vor 7 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Im Hier und Jetzt


Ist jemand zu Hause im Hier und Jetzt?

Stille glättet die Wogen, schluckt Worte, Töne und Lärm,

Erstickt das lodernde Feuer der Zukunft,

Die glimmende Glut der Verheißung vergangener Zeiten.


Ist jemand zu Hause im Hier und Jetzt?

Schon pocht die Sehnsucht an die verschlossene Pforte

Ein Möglichkeitsraum tut sich auf in gleißendem Licht

Im Zwischenraum stößt Vergangenes auf

Aus unergründlicher Tiefe sauer wie tödliches Gift;

Wieder und wiedergekäut, wirkt‘s lähmend wie Gicht.


Im Abstellraum ruht dann die Zukunft,

Noch ehe gedacht, schon dahin.

Das Hier und Jetzt ist ein ganz kleiner Fleck

Illusion, unerreichbar,

Ohne zu Hause und immer schon weg.


So klein wie der Fleck im Hier und Jetzt,

So schnell rast die Zeit,

Zu schnell für uns. Und doch

Ist uns das Ferne so nah,

Ist uns der Raum so unendlich groß,

Der Nächste so nah,

Dessen Herz so groß.


 
 

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