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Das erste Paar

  • vor 19 Stunden
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Das erste Paar

Den Ausblick genießend, verdrießlich leidend,

den Lärm der Turbinen vergeblich meidend,

das Fenster geschlossen, die Terrassentür offen,

Steht sie da draußen, ich seh‘ sie dem Absturz so nah,

bewundert, die Bewunderung fühlend genießend.

Der Vogel senkt sich schwebend auf den Boden herab,

die Reifen quietschen, dampfen, rollen aufs Terminal zu.


Was mochte sie denken im Schwall seiner Worte

irisierend, inspirierend, intrigierend oder

doch nur so hohl wie die Glaskugel gehängt an den Baum

des Lebens, müde blieb uns nur der weiße Schaum

seines lebhaften Mauls anzuschaun oder

sollen wir doch lieber schmachtend betrachten die karmesinroten Lippen,

als sie über die Schulter blickt, seine Augen suchend und findend.


Eine Schlange, die lächelt, ward selten gesehen, das denkt er

bestimmt, berauscht, bezirzt, bezwungen der Zorn, die schäumende Wut,

der Himmel so blau, undurchdringlich, verborgen die ewige Stille, verlässt ihn der Mut,

den Engel da draußen verlassen? Gefallen; der Flügel beraubt, gefällt

sie allen und jedem, vergällt ihm das Leben, ein Leben, das niemals endet,

er kennt es, sie weiß es, sie kennt es, er weiß es,

nach dem Genuss der göttlichen Frucht

keine Frage mehr offen,

nichts mehr zu hoffen,

kein Schicksal in Sicht.


Eine Schlange, die schäumt, ward selten gesehen, das denkt sie

bestimmt, der Vogel hebt ab, sie schaut ihm nach,

der Himmel so blau, undurchdringlich, verborgen die ewige Stille,

den Engel da drinnen verlassen? Gefallen; der Flügel beraubt, der vergällt

ihr das Leben, das niemals endet; sie denkt an die göttliche Frucht,

den Genuss, den sie dabei empfanden, verschmolzen

in süßer Ekstase, zu sühnen im ewigen Leben,

keine Frage mehr offen,

nichts mehr zu hoffen,

kein Schicksal in Sicht.


 
 

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