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Erwartet werden

  • 29. Apr.
  • 1 Min. Lesezeit


Erwartet werden


Die Sehnsucht aus den Augen quillt,

Kein Lichtquant in die Seele dringt,

Umso heller die Erinn‘rung lodert,

Der Stimme Liebreiz evoziert,

Das Bild erstrahlt,

der Duft den Raum erfüllt,

Doch nimmer das Verlangen stillt.


Tausende Menschen auf die Gleise hetzen,

Als wüssten sie,

Wohin das Leben will,

Den Beat im Ohr,

Das pochende Herz in der Hand,

Ein Ziel fest im Blick,

Eine Stadt auf der Anzeigetafel,

Ein Ort, ein Hund, eine Katze,

Ein menschliches Wesen,

Erwartet werden,

Das große Glück.


Gräser, Reben, Büsche, Bäume,

Flüsse, Seen, Hügel, Berge,

Häuser, Fabriken, Schlösser, Villen,

Gebäude, Zäune, Mauern, Brücken,

Pittoreske Dörfer, trostlos schillernde Städte,

Sich drehende und still dastehende

Propeller, silbern schimmernde Felder,

Straßen, Autos, Gleise und Züge,

Menschen, Schafe, Pferde und Kühe

Entziehen sich meinem Blick.


Kein Laut

Von draußen nach drinnen drängt.

In der Ferne glitzert das Meer.

Wolken ziehen langsam vorüber,

Formen lautlos den Raum,

Regen prasselt ans Fenster,

Die Sonne blendet,

Ich schließe die Augen und döse.

Verwegen von irgendwoher

Leberwurst duftet,

Meinen seligen Traum

Schamlos beendet.


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