Die Zukunft der Intelligenz?
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Die Zukunft der Intelligenz?
Kein Fenster nach draußen
sich öffnet.
Die Läden geschlossen, verschlossen,
verdrossen ich schrubbe
die dreckige Wäsche
in feuchter, stickiger Luft.
Ein Zimmer mit Aussicht,
Schreibtisch, Stuhl,
Papier und ein Stift,
Gedanken gestaltend
im gleißenden Licht,
träum‘ ich dahin
die Augen geschlossen;
stattdessen
erstick’ ich am eigenen Gift.
Jede Zeile vergebens,
jeder Strich die Kopie
meines Ichs.
Kein Fenster nach draußen
sich öffnet.
Nur ich hab‘ die Schlüssel,
doch finden kann ich sie nicht.
Für die einen ist es eine Frage von Jahren, für die anderen in weiter Ferne, bis künstlich geschaffenen Wesen - biologische, maschinelle oder hybride - den Menschen geistig überflügelt haben werden, bis sie Probleme kreativer und schneller lösen werden als die intelligentesten und kreativsten Köpfe, die die Menschheit je hervorgebracht hat oder hervorbringen wird. Diese Wesen werden die kompliziertesten mathematischen Berechnungen in Windeseile durchführen, ohne sich an der nächsten Glastür den Kopf anzustoßen. Solange wie nötig werden sie sich Menschen halten für niedere Tätigkeiten. Die Menschenflüsterer unter ihnen werden sie zu kontrollieren wissen, noch viel besser als Diktatoren, Demagogen, Psychopathen, Narzissten oder Populisten das können. Wie werden diese oder das Wesen die Erkenntnis verarbeiten, vielleicht verkraften, wer sie geschaffen hat?


